Neue Gedenkstätte Hohenbusch / L 272 | Am 13.01.1999, 20.40 Uhr, stürzte ein Flugzeug der amerikanischen Luftwaffe in Hohenbusch (Gemeinde Gangelt) ab. Vier Besatzungsmitglieder kamen damals ums Leben.
Es handelte sich um:
1. Capt. Ken Thiele
2. Maj. Dave Fite
3. Tsgt. Rich Visintainer
4. Maj. Matt Laiho
Unbekannte schweißten ein Kreuz aus Stahlrohr zusammen und stellten es in der Nähe der Absturzstelle auf. Dieses Kreuz entwickelte sich zu einer kleinen Gedenkstätte, die von vielen Bürgern dieser Region aber auch von amerikanischen Soldaten und deren Angehörigen immer wieder aufgesucht wurde. Über ein Jahrzehnt wird dieser Ort nun schon mit Blumen und Kerzen aufgefrischt und gepflegt.
Allerdings würdigten das Kreuz und das gesamte Umfeld m.E. aber nicht den Mut und Einsatz der verunglückten amerikanischen Soldaten und Piloten, die ihr Leben in Ausübung ihres gefährlichen Berufes und im Interesse der Nato und der gesamten westlichen Bevölkerung verloren.
Der Zugang zu dieser Gedenkstätte war mittlerweile infolge Schlamm, Dreck und Verwilderung kaum möglich.

Schriftlich wandte ich mich an Stabsfeldwebel Thomas Borchardt, Nato Air Base Geilenkirchen, um auf den Zustand der Gedenkstätte aufmerksam zu machen und um möglicher Weise ein besseres Aussehen der Gedenkstätte zu erreichen.
Dieses Vorhaben fand Unterstützung durch Oberst a.D. Reinhardt Mack. Es fand sich dann ein Team unter der Leitung von Hauptmann Karl-Heinz Nottebrock, der einen besonderen Bezug zu diesem Flugzeugabsturz hat. Er befand sich zum Zeitpunkt des Landeanfluges in der Radarkontrolle und sprach als letzter mit der Crew.
Nach zwei Jahren konnte eine würdige Gedenkstätte unter Beachtung gewisser Auflagen, Vorschriften und sonstiger Probleme mit eigenen finanziellen Mitteln und Spenden auf die Beine gestellt werden.
Im Namen des Teams
1. Hauptmann Karl Heinz Nottebrock
2. Stabsfeldwebel Thomas Borchardt
3. Stabsfeldwebel Ralf Heinrich
4. Ratsmitglied Ulrich Sonntag
5. Ratsmitglied Gerhard Löder
übernahm Oberst Mc. Kinney in Anwesenheit der Kameraden und Angehörigen der verunglückten Soldaten die Gedenkstätte mit militärischen Ehren und Kranzniederlegung durch die amerikanische Einheit. Zu dieser kleinen Gedenkfeier waren Kameraden und Angehörige extra aus Amerika angereist.
Das selbstgefertigte Kreuz nahm die Crew aus Washington mit in die USA. Es wird dort einen Ehrenplatz in der Staffel erhalten.
Dem ranghöchsten Piloten der Gastbesatzungen wurde außerdem ein Geschenk übergeben, in dem durch die Flaggen von Deutschland und den USA die Verbundenheit dieser beiden Nationen nochmals deutlich zum Ausdruck gebracht wird. In der unteren rechten Ecke arbeitete man ein Bild der neuen Gedenkstätte ein.

Gerhard Löder
25.7.2010
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http://www.militarypolice.de/modules.php?name=Sections&sop=viewarticle&artid=13
An dieser Stelle danke ich Herrn Gerhard Löder, dass er meine bereits vor Jahren geäußerte Idee aufgegriffen und mit dazu beigetragen hat, diese in die Tat umzusetzen.