Studienfahrt

Am 20.06.2010 startete die Heimatvereinigung Selfkant zu einer Studienfahrt in das Bad Reichenhaller und Berchtesgadener Land. Neben den touristischen Sehenswürdigkeiten war die Geschichte rund um das „Weiße Gold“ Schwerpunkt der 7tägigen Reise. Auf der Hinfahrt sollte das Ulmer Münster besichtigt werden. Leider konnte dies nur von außen geschehen, da im Münster an diesem Sonntag Bläserkonzerte stattfanden. Große Freude und Zufriedenheit äußerten die Teilnehmer über die Lage des Hotels, mitten im Zentrum von Bad Reichenhall, über das Ambiente, die Verpflegung und den umfangreichen Wellness-Bereich.
Die Stadtführung durch Salzburg zeigte der Gruppe die Allgegenwärtigkeit Mozarts. Ein Blick von der Festung Hohensalzburg ließ den Reichtum der Stadt erkennen, der zum großen Teil auf das „Weiße Golde“ zurückzuführen ist. Die Rückfahrt von Salzburch nach Bad Reichenhall erfolgte über Oberndorf, um die „Stille Nacht“-Gedächniskapelle zu besichtigen. Hier erklang am Weihnachtsabend 1818 zum ersten Mal das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ Zum Abschluss des ersten Tages besuchte die Gruppe die Kirche Maria Gern bei Berchtesgaden.
Die Salzkammergut-Rundfahrt begann mit einem Besuch der wunderschönen Pfarrkirche in Mondsee. Am Ufer des Mond- und Attersees vorbei erreichte die Gruppe die Kurstadt im Herzen des Salzkammergutes Bad Ischl. Sie wird von ihren Bewohnern gerne Kaiserstadt genannt, weil der frühere österreichische Kaiser Franz Josef des Öfteren zur Sommerfrische hier weilte. Die Kaiservilla, Sissis Teehaus und die Léhar-Villa weisen noch deutlich auf die Spuren der k. u. k. Zeit hin. Das Sudhaus im Zentrum der Stadt lässt auch wieder auf die Salzgewinnung schließen. Von Bad Ischl ging es weiter nach St. Wolfgang. Nach einer Stärkung im Weißen Rössl bestiegen die Studienfahrer das Schiff, um über den Wolfgangsee, unterhalb der Falkensteinwand, nach St. Gilgen zu fahren. Die Rückfahrt erfolgte von St. Gilgen entlang des Fuschlsees nach Bad Reichenhall.
Der Königssee durfte natürlich nicht im Reiseprogramm fehlen. Ein mehrfaches Echo auf das Trompetensolo des Bootsführers und Anekdoten rund um den Königssee begeisterten die Besucher von St. Bartholomä bei der Fahrt über den tiefblauen See. Wegen der großen Hitze endete der Stadtrundgang durch Berchtesgaden sehr schnell in einer Eisdiele.


Um die Geschichte um das „Weiße Gold“ abzuschließen standen der Besuch der „Alten Saline“ in Bad Reichenhall und die Grubenfahrt in das Salzbergwerk in Berchtesgaden auf dem Programm. Die Alte Saline gilt als eines der schönsten Industriebaudenkmälern Deutschlands. Nicht nur das Äußere sondern auch das Innere überraschte durch die übergroßen Abmessungen. Die verzweigten Stollengänge faszinierten genau so wie das Hauptbrunnenhaus. Besonders beeindruckten die beiden oberschlächtigen Wasserräder aus Metall mit einem Durchmesser von 13 Metern, welche die Sole aus dem 14 m tiefen Hauptschacht fördern. Im Salzbergwerk Berchtesgaden wird hauptsächlich Salz im nassen Abbau abgebaut. Das mit Hilfe von Wasser aus dem Stein gelöste Salz (Sole) wird durch eine Soleleitung zur Weiterverarbeitung zu Speise- und Streusalz in die 18 km entfernte Saline Bad Reichenhall gepumpt.
Eine beeindruckende Fahrt über die Roßfeldhöhenringstraße ermöglichte der Gruppe einen weiten Blick über den Obersalzberg und das Berchtesgadener Tal. Von hier aus konnte man sehr gut das Kehlsteinhaus erblicken, welches am nächsten Tag ein Ziel der Tagesfahrt war.
Die Zufahrt vom Obersalzberg zum Kehlsteinparkplatz ist eine Meisterleistung der Ingenieurkunst. In nur 13 Monaten wurde eine Straße aus dem harten Fels des Kehlsteins gesprengt. Der gewaltige Höhenunterschied von 700 m wird mit einer einzigen Kehre überwunden. Vom Kehlsteinparkplatz führt ein 124 m langer Tunnel zum 124 m hohen Aufzug im Innern des Felsmassivs in 41 Sekunden  zum Eagle`s Nest, wie es Besucher aus den USA treffend bezeichnen.
Durch die Ramsau, vorbei an den Hintersee durch den Zauberwald ging es wieder zurück nach Bad Reichenhall.
Nach einem Abstecher nach Würzburg auf der Rückreise erreichte die Reisegruppe nach sieben Tagen den Selfkant.

 

GePa

28.7.2010

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