Großes Finale mit dem Selfkantmarsch

 

 

Hillensberg. Mit seinen Freunden aus dem Selfkantland feierte das Trommler- und Pfeiferkorps Hillensberg sein goldenes Jubiläum. In seiner Festansprache blickte Schirmherr Paul Beckers zu den Gründungsmitgliedern im Jahre 1967 mit Hermann Jansen, Peter Maaßen und Hermann Dols. Auf Feldwegen wurde eins das Marschieren gelernt. 

Es war der zweite Versuch nach erster Gründung  Anfang der 1950ziger Jahre. Die Euphorie dauerte leider nur einige Jahre. 1967 hörte man vom Corps Münstergeleen, das unter anderen zahlreiche Spielmannsleuteinstrumente wie Flöten oder Trommeln verkaufte. Da wurde in Hillensberg wieder das Interesse geweckt, man wagte einen Neustart. Und siehe da, plötzlich war das Hillensberger Trommler- und Pfeiferkorps eine feste Größe. Zudem erweckte die Anfang der 1970ziger gestiftete Selfkantplakette eine nicht erhoffte Euphorie unter allen Spielmannsleuten des Selfkantlandes. Insgesamt blickte der Schirmherr zu fünf Siegen der alljährlich ausgetragenen Plakette, für Hillensberg sehr beachtlich. Und Paul Beckers blickte zu den goldenen 1990er Jahren. Hier erlebte das Corps große Zeiten mit zahlreichen großen Erfolgen. Unvergessen in der Vereinsgeschichte war der Gewinn des Odenwaldpokals, dies entfachte einen weiteren Boom. Paul Beckers blickte auch zu Höhen und Tiefen, wobei er nach einem Tief gleich wieder ein Hoch folgte. Derzeit sieht das Trommler- und Pfeiferkorps  ein kleines Tief durch das Bergdorf ziehen. Hier sind es die erfahrenen Spieler/innen die wie eine Eiche im Tief stehen und das Vereinsleben fest in Händen halten. „Nach einem Tief kommt immer wieder ein Hoch“ machte der Schirmherr allen Mut zur Hoffnung. Geschäftsführer Johannes van den Borst vom Kreismusikverband Heinsberg gratulierte auch im Namen des Volksmusikerbundes zum goldenen Jubiläum, sah einen sehr emsigen Vorstand am Werke. Zum Jubiläum hatte der Geschäftsführer einige Pakete mit dabei. Dirigent Jo Falize erhielt für sein Engagement als Ausbilder und Dirigent die Landesehrenplakette. Bettina Schmitz wurde mit dem Landesehrenteller ausgezeichnet, seit fast 40 Jahren ist sie ein aktives Mitglied und zeigte ehrenamtliches Engagement mit Vorstandsarbeit. Den Landesehrenteller erhielt ferner Esther Cuypers, seit vielen Jahren einer der Aktivposten (derzeit zweite Vorsitzende) im Verein. Den Landesehrenteller gab es ferner für Hans-Willi Geilen, derzeit  dienstältestes Mitglied und seit 45 Jahren aktiv, ist der Tambourmajor im Verein. Die Landesehrenmedaille mit Urkunde wurde an den Vorsitzenden Hans-Josef Kaumanns überreicht. Über 40 Jahre ist der Jubilar im Verein, seit mehr als 20 Jahren im Vorstand aktiv. Der Verein selbst hatte zwei Überraschungsehrungen. Zunächst wurde Hans-Willi Geilen zum Ehrenmitglied ernannt. Schirmherr Paul Beckers staunte und hatte leichte Tränchen in den Augen, als er unter großem Beifall der Anwesenden die Urkunde zum Ehrenvorsitzenden erhielt. Weiter würdigte der Verein zuvor mit Claudia Meijers, Marlene Minning und Sandra Schürgers-Kohnen drei Damen, die seit Jahrzehnten mehr als ehrenamtliches Engagement zeigen und immer da sind wenn der Verein ruft. Zum 50-jährigen Jubiläum gratulierten musikalisch die befreundeten Spielmannsleute aus Süsterseel, Isenbruch, Havert, Schalbruch, Wehr und Höngen, die teilweise zusammen mit Hillensberg zusammen in Konzertstücken aufspielten. Dieser Musikabend endete im Bürgerhaus mit dem gemeinsam gespielten Selfkantmarsch zu später Stunde. 

 

HE

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