100% Westzipfelregion oder was steckt in meiner Einkaufstüte?

Ist es nicht ein gutes Gefühl, Produkte einheimischer Produzenten direkt im Hofladen oder im Supermarkt zu bekommen? Bei jedem Einkauf genau zu wissen von welchem Landwirt oder Erzeuger aus der Region die Kartoffeln, Eier, Erdbeeren, Äpfel, Spargel, Fleisch, Käse, Bier und noch vieles mehr geliefert werden? Und noch besser, schnell an einem gemeinsamen Logo zu erkennen, dass es sich um ein Produkt aus der Westzipfelregion handelt, einem Produkt aus 100% Heimat – nachhaltig, frisch und mit transparenter Herkunft?

Genau diese Fragen bewegen Heide Huchel seit längerer Zeit. Sie hat daraus unter dem Thema „Gemeinsam mehr erreichen – die gemeinschaftliche Vermarktung heimischer Produkte unter einer Regionalmarke“ eine Projekt-Idee entwickelt.

Am 22.02. und 23.02.2018 luden Alexandra Jentgens (Regionalmanagerin der LAG Westzipfelregion e.V.) und Heide Huchel, Landwirte, Direktvermarkter, Bäcker, Metzger, Hersteller hausgemachter Genießerprodukte, Inhaber von Supermärkten, einem Landhandel und Hofladen zu Gesprächsrunden ein.

Die Veranstalterinnen konnten sich über 18 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Gangelt, Selfkant, Waldfeucht und Heinsberg freuen. Nachdem Heide Huchel ihre Projektidee vorgestellt hat, wurden in einem regen Gedankenaustausch und interessanten Gesprächen positive Kriterien aber auch Herausforderungen und weitere Anregungen für dieses Projekt aufgezeigt. 

Bei den Veranstaltungen standen bereits im Zeichen von Vernetzung und Kooperation. Die Vertreter vom Edeka-Markt Süsterseel und REWE-Markt Birgden machten den anwesenden Direktvermarkten Mut auch bei kleinerer Produktionskapazität ihre Produkte im Supermarkt anzubieten.

Das Fazit der Gespräche: Die Projekt-Idee wurde von allen Teilnehmern für sehr gut befunden und man verabredete sich zeitnah in einer Arbeitsgruppe weiter zu arbeiten.

 

In beiden Veranstaltungen stellte Stephan Otto von Otto Gourmet anschließend das „Arche-Projekt“ vor, indem landwirtschaftliche Betriebe aktive Erhaltungsarbeit für gefährdete Nutztierrassen leisten. In Deutschland stehen über 100 Rassen auf der „Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen“ der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH). Ziel des Projektes ist es, diese Rassen in der landwirtschaftlichen Produktion zu halten, ihr Leistungspotential und ihre besonderen Eigenschaften gezielt zu nutzen und so deren langfristige Erhaltung zu gewährleisten. Heute gibt es insgesamt weit über 100 Archen der GEH, die der Lebenderhaltung und Erhaltungszucht gefährdeter Rassen in unterschiedlicher Ausrichtung einen konkreten Rahmen bieten. Die Idee von Stephan Otto ist es, in der Westzipfelregion eine „Arche-Region“ zu etablieren. Dafür werden 6 – 8 Landwirte gesucht, die dieses Projekt unterstützen.

 

 

Jetzt packen wir es an – 100% Westzipfelregion

 

Am 09.03.2018 fand das 1. Arbeitsgespräch zum Thema „Gemeinsam mehr erreichen – die gemeinschaftliche Vermarktung heimischer Produkte unter einer Regionalmarke“ statt.                      

11 Landwirte, Direktvermarkter, kleinere Produzenten und Vertreter vom EDEKA-Markt haben gemeinsam mit Heide Huchel am Freitagabend das Thema der Entwicklung einer Regionalmarke für die Westzipfelregion diskutiert. Das Ergebnis: Wir packen es an! 

Die Gründe liegen auf der Hand. Die Verbraucher besonders in ländlichen Regionen haben sich entschieden: der Trend ist und bleibt Regionalität, egal ob konventionell oder Bio. Deshalb ist es wichtig den Verbrauchern der Westzipfelregion und darüber hinaus unsere Produkte, Botschaften und Inhalte authentisch mit einem zielgerichteten Regionalmarketing bekannter zu machen und von der hohen Qualität, Frische und Tradition zu überzeugen.

Was sind die Vorteile: Über eine Regionalmarke können die Stärken der Produzenten konzentriert kommuniziert, Kompetenzen und Vielfalt vermittelt, Zielgruppen gezielt angesprochen werden. Die Kosten der Einzelnen minimieren sich und man kann von den Vorteilen der Gemeinschaft profitieren.

Sie möchten diese Vorteile auch für sich nutzen? Gerne können noch weiter interessierte Landwirte, Direktvermarkter, Bäcker, Metzger, Hersteller hausgemachter Genießerprodukte, Inhaber von Supermärkten, einem Landhandel oder Hofladen aus den Gemeinden Gangelt, Selfkant, Waldfeucht und der Stadt Heinsberg an unseren nächsten Arbeitsgruppentreffen teilnehmen. 

Die nächsten Treffen werden dafür genutzt, aus der Idee ein förderfähiges Vital.NRW-Projekt zu entwickeln.

 

 

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