Jahresbericht der Feuerwehr Gangelt

 

Auch wenn das Jahr 2018 bereits in vollem Gange ist, wollen wir uns die Zeit nehmen, ausführlich auf das vergangene Jahr zurück zu blicken.

 

Das Jahr 2017 war für die Feuerwehr Gangelt wieder ein sehr erfolgreiches Jahr. 190 Männer und Frauen der Einsatzabteilung (Vorjahr 186) stellten in acht Löscheinheiten den Brandschutz in der Gemeinde Gangelt sicher. Nicht minder aktiv sind die 42 Mitglieder der Ehrenabteilung (Vorjahr 45). Auch wenn sie sich eigentlich schon in der „Feuerwehrrente“ befinden, engagieren sie sich oftmals in den einzelnen Vorständen und stehen den anderen Kameraden mit Rat und Tat zur Seite. Die 41 Kameradinnen und Kameraden der Jugendfeuerwehr (Vorjahr 37) zeigten sich im vergangenen Jahr besonders aktiv und tragen dazu bei, dass die Freiwillige Feuerwehr Gangelt zurzeit keine Nachwuchssorgen hat.

 

Das erste Quartal 2017 stand ganz im Zeichen der Jugendfeuerwehr. Im Januar sammelten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr wie in den vergangenen Jahren zahlreiche Weihnachtsbäume im gesamten Gemeindegebiet ein. Um die Arbeit in der Jugendfeuerwehr zu unterstützen, brachte die Jugendfeuerwehr Gangelt im Februar ein eigenes Fachbuch heraus. Der gesamte Gewinn aus dem Buchverkauf kommt der Jugendarbeit der Feuerwehr Gangelt zugute. 

Im April nahmen zahlreiche Delegierte an 41. Kreisverbandstag in Orsbeck teil. Dabei wurde Oliver Thelen von der Feuerwehr Gangelt als Geschäftsführer des Kreisverbandes gewählt. Zudem wurde der Ort des nächsten Delegiertentages festgelegt. Dieser wird 2019 in Birgden stattfinden. 

Angelehnt an die landesweite Werbekampagne für Mitgliedschaften in freiwilligen Feuerwehren entwickelte die Feuerwehr Gangelt eine eigene Kampagne. Mit großen Werbebannern sollen von nun an neue Mitglieder auf die Aktivitäten der Feuerwehr aufmerksam gemacht werden. 

Im Juli feierte der NATO E-3A Verband auf dem Flugplatz in Geilenkirchen sein 35-jähriges Bestehen. Bei den großen Feierlichkeiten unterstützten die Feuerwehren Gangelt, Geilenkirchen und Übach-Palenberg das NATO Fire Department hinsichtlich der Sicherstellung des Brandschutzes auf dem Veranstaltungsgelände.

Auch in diesem Jahr führte die Feuerwehr Gangelt Mitte September wieder eine große Alarmübung durch. Diesmal hatte die Feuerwehr die Gelegenheit, dass Gelände der Firma Lipperts Transporte in Birgden nutzen zu können. Nach zehn Jahren war die Feuerwehr Gangelt erneut Gastgeber des traditionellen Ehrenabends des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg e.V. Das 43. Jährliche Treffen fand Ende September im Festzelt auf dem Großen Pley in Birgden statt. Rund 350 Gäste aus dem gesamten Kreisgebiet verbrachten einen unterhaltsamen Abend in geselliger Runde. 

Neben dem heiligen Florian hat der heilige Martin einen hohen Stellenwert bei der Feuerwehr. Im vergangenen Jahr gab es gleich mehrere seltene Jubiläen in der Gemeinde Gangelt. Seit 25-Jahren spielt Norbert Schmitz den Sankt Martin in Breberen. Ein halbes Jahrhundert ist der Sankt Martin in Gangelt bereits fest mit Willi Babel verbunden. Beide Jubiläen wurden gebührend gefeiert. Ein drittes Jubiläum konnte die Einheit Gangelt begehen. Seit 50 Jahren richtet die Feuerwehr mit den Ordensschwestern die Sankt Martinsfeierlichkeiten in der ViaNobis aus. Ebenfalls im November gab Bezirksbrandmeister Manfred Savoir aus Übach-Palenberg gemeinsam mit seinem Stellvertreter Uwe Lomberg aus dem Oberbergischen Kreis den Führungsstab weiter. Zu ihren Nachfolgern wurden Heinz-Peter Brandenberg (Erftstadt) und Klaus Bodden (Wegberg) ernannt.

Zum Ende des Jahres wurde der bisherige Leiter der Feuerwehr Gangelt, Günter Paulzen, erneut im Amt bestätigt. Nachdem sich die Mitglieder der Feuerwehr Gangelt im November eindeutig für Günter Paulzen ausgesprochen hatten, folgte der Rat der Gemeinde Gangelt einstimmig der Empfehlung. Die formelle Ernennung für die nächsten sechs Jahre folgte durch Bürgermeister Bernhard Tholen am 23.01.2018.

 

Das Einsatzjahr 2017

 

Das Einsatzjahr 2017 war für die Angehörigen der Feuerwehr Gangelt vergleichbar mit dem Vorjahr, auch wenn jeder Einsatz anders ist als der vorherige. Die 190 Einsatzkräfte wurden im vergangenen Jahr 122-mal (Vorjahr 131) per Funkmeldeempfänger und/oder Sirenen zu Einsätzen alarmiert. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies ein Rückgang der Alarmierungen um 9 Einsätze. 

Mit 72 Alarmierungen war die Löscheinheit Gangelt an den meisten Einsätzen beteiligt. Dies liegt unter anderem daran, dass hier die Drehleiter der Gemeinde Gangelt stationiert ist. Diese wurde 10-mal zu Einsätzen gerufen, zum Beispiel zur Unterstützung der Polizei bei Unfallaufnahmen oder um nach einem Sturm Äste und Bäume zu beseitigen. Zweimal wurde die Drehleiter eingesetzt, um verletzte Menschen aus Gebäuden zu retten. Die zweitmeisten Einsätze verzeichnete mit 64 Einsätzen die Löscheinheit Stahe-Niederbusch.

Die Löscheinheit Gangelt bildet mit der Löscheinheit Stahe-Niederbusch den Zug 1 der Feuerwehr Gangelt. Der Zug 2 besteht aus den Löscheinheiten Birgden (37 Einsätze), Kreuzrath (24) und Schierwaldenrath (31); der Zug 3 aus den Löscheinheiten Breberen (37), Hastenrath (31) und Langbroich-Harzelt (31). Die Informations- und Kommunikationseinheit der Feuerwehr Gangelt war mit dem Einsatzleitwagen an 36 Einsätzen beteiligt.

In diesem Jahr hielten sich Brandeinsätze und technischen Hilfeleistungen die Waage. Insgesamt 63-mal rückten die freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Gangelt zu Brandeinsätzen aus, wobei 28-mal automatische Feuermeldungen durch Brandmeldeanlagen vorausgingen. Im Gegensatz zum Vorjahr waren in 2017 gleich mehrere größere Brände zu verzeichnen. Am 1.März sorgte ein Hallenbrand in Niederbusch für reges Aufsehen. In und um das Brandobjekt herum befanden sich mehrere gestohlene Fahrzeuge und Fahrzeugteile. Am 8.Mai geriet der Dachstuhl eines Wohnhauses in Hastenrath in Brand. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt, der Sachschaden war jedoch erheblich.

Auch im vergangenen Jahr wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr zu mehreren Wald- und Flächenbränden alarmiert. Im vergangenen Jahr brannten in Birgden und in Stahe zudem gleich zwei größere Strohmieten. Glück im Unglück hatte ein Lastkraftwagenfahrer in einem Waldstück bei Süsterseel. Der LKW hatte sich auf einem Feldweg an der Landstraße 410 festgefahren. Dabei geriet Unterholz am Wegesrand in Brand und drohte auf den LKW überzugreifen. Bei den Löschversuchen zog sich der LKW-Fahrer leichte Verletzungen zu.

59-mal rückten die Feuerwehren der Gemeinde Gangelt aus, um technische Hilfe zu leisten (Vorjahr 82). Hierbei handelte es sich in der Regel um Verkehrsunfälle sowie um Sturm- und Wasserschäden. Hierzu zählt auch die Beseitigung von Ölspuren. Dabei unterstützte die im vergangenen Jahr gegründete Bauhofstaffel die übrigen Einsatzkräfte während der regulären Arbeitszeit.

12-mal wurden Einheiten der Feuerwehr Gangelt zur Unterstützung anderer Behörden und Organisationen angefordert. In der Regel wurde die Drehleiter der Feuerwehr Gangelt zur Unterstützung des Rettungsdienstes oder durch die Polizei zur Anfertigung von Luftaufnahmen nach Unfällen mit Personenschäden angefordert.

Neben der Unterstützung von anderen Behörden und Organisationen unterstützte die Feuerwehr Gangelt mehrfach andere Feuerwehren. Die Drehleiter der Feuerwehr Gangelt unterstützte insbesondere die Feuerwehr Selfkant bei acht Einsätzen im vergangenen Jahr. 

 

Einrichtung und Ausstattung

 

Besonderes Engagement leistete die Feuerwehr Gangelt nicht nur im Einsatz- und Übungsdienst. Über rund eineinhalb Jahre wurde das Feuerwehrgerätehaus am Dorfzentrum in Schierwaldenrath in Eigenleistung durch die Feuerwehr erweitert. Dabei investierten die Mitglieder der Einheit Schierwaldenrath mehr als 2.700 Stunden Eigenleistung. Der Anbau wurde notwendig, da aufgrund der guten personellen Situation zusätzlich ein Mannschaftstransportfahrzeug stationiert wurde.

 

Mit etwas Verzögerung kehrte im August der komplett modernisierte Rüstwagen zurück zur Feuerwehr Gangelt. Bei der Modernisierung wurden unter anderem die Fahrzeugelektronik und hydraulische Leitungen komplett erneuert. Bei der Modernisierung wurde darauf geachtet, dass der Mercedes-Benz Unimog U 1300 L seine außergewöhnlich gute Geländegängigkeit behält. Die Resonanz auf den Bericht über die Modernisierung des Rüstwagens war überwältigend. Anfragen aus ganz Deutschland erreichten in den darauf folgenden Tagen die Feuerwehr Gangelt.

Für die zahlreichen Dienstfahrten und Ausbildungen innerhalb und außerhalb des Gemeindegebietes steht der Feuerwehr Gangelt seit März mit dem VW Golf ein weiterer Kommandowagen zur Verfügung. Verwaltet wird der Kommandowagen 2 über den stellvertretenden Leiter der Feuerwehr.

 

OT