Starke Kids in der Manege

 

Der Projektzirkus „Regenbogen“ der Familie Lagrin schlug sein großes Zirkuszelt auf dem Dorfplatz an der Gesamtschule Höngen auf. Alle Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren, die einmal in einer richtigen Manege auftreten wollen, waren herzlich willkommen. Selbstverständlich galt dies auch für junge Menschen mit Behinderung. Ebenfalls willkommen geheißen wurden die Kinder asylsuchender Familien. Früher gehörte ein Wanderzirkus zum festen Bestandteil eines jährlichen kulturellen Angebotes in den Dörfern der Region. Diese Tradition wollen wir aufrecht erhalten.

Im Unterschied zu einem altbekannten Zirkus, treten aber nun unsere Kinder und Jugendlichen als Akteure im Zirkus auf. Neben Spaß und Freude bei der Einübung von Kunststücken sind auch soziale Themen von Bedeutung. Zu jeder Zeit fördern wir im Team die Inklusion von Kindern mit Handycaps, und sichern die Toleranz und Akzeptanz von Kindern mit Migrationshintergrund. Die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein zu stärken bestimmen nicht nur die Zirkusaktivitäten, sondern auch die reichhaltigen Spielangebote im Tagesverlauf.

Das Angebot startete am 23.07. und endete am 27.07.2018 mit einer Zirkusvorstellung für die Angehörigen der jungen AkrobatInnen. Für die Zirkuswoche in Selfkant-H. In dieser Zeit wurden jede Menge Talente entdeckt, Kunststücke eingeübt oder lustige Clownerien und raffinierte Zaubertricks ausgedacht. Jeden Tag haben die jungen Artisten ca. 2 ½ Stunden an ihrem Auftritt geprobt. Selbst ausgedachte Lieder, Musikdarbietungen und Tänze durften umgesetzt werden und wurden in das Programm für die Abschlußvorstellung aufgenommen. Es blieb ausreichend Zeit, um Kostüme zu entwerfen und zu fertigen, Schminke auszuprobieren oder einfach nur Spaß mit vielen Spielen zu haben.

Zudem wurde auch Akrobatik auf den Rücken der zwei Therapiepferde von Andrea Plümäkers eingeübt und choreografisch umgesetzt. Von Montag bis Freitag trafen sich alle Teilnehmer von 11.00 bis 16/17.00 Uhr im und um das Zirkuszelt. Mittags gab es für alle ein warmes Gericht und nachmittags von Eltern mitgebrachten Kuchen. Gekühltes Wasser stand den ganzen Tag frei zur Verfügung. Trotz der diesjährigen hohen Temperaturen konnte die gute Laune aufrecht erhalten werden. Dazu haben auch die Spiele mit und unter kühlendem Wasser beigetragen.

Am Freitag hieß es dann endlich „Manege frei“! Zur Generalprobe am Freitagvormittag um 11.00 Uhr wurden als Zuschauer der Kindergarten Tüddern begrüßt.

Zu der Vorstellung am Nachmittag waren alle Eltern, Geschwister, Großeltern, Freunde und Interessierte herzlich eingeladen. Pastor Roland Bohnen ist Träger der Offenen Jugendarbeit im Selfkant und eröffnete mit ‚Gottes Segen‘ die Vorstellung um 15.00 Uhr. Die jungen Akteure zeigten, im von der Sonne erhitztem Zirkuszelt dem begeisterten aber auch schwitzendem Publikum, in ihren Kleingruppen was sie in der Woche gelernt haben. Das selbst zusammengestellte Programm für die große Vorstellung hatte nach Meinung des Zirkusdirektors Niklas Lagrin ein hohes Niveau mit internationaler Besetzung. Die Familie Lagrin, welche selber Zirkusartisten sind, haben den jungen Akrobaten die verschiedenen Kunststücke vom Seillaufen, Turnen im Ring, Feuerartistik, Clownerei und Zauberei bis hin zur Jonglage beigebracht. Das Rahmenprogramm sowie die Bastel- und Spielaktionen wurden durch ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer aus der Jugendarbeit Selfkant durchgeführt. Dank der Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen betrug der Teilnehmerbeitrag nur 30 € pro Person. Darin enthalten waren auch die benötigten Bastelmaterialien und der Mittagsimbiss. Mit einer Urkunde wurde im Anschluss an die großartige Vorstellung jedem Teilnehmer die erfolgreiche Durchführung bestätigt.

 

 

 

Verantwortlich für Organisation und Durchführung war: Dipl.-soz.-päd. Franz-Josef Stoffels

Offene Jugendarbeit St. Servatius Selfkant

 

Bilder: Brit Meuvissen