Einsätze der Feuerwehr Selfkant durch Sturm "Sabine"

Bereits Sonntagmorgens trafen die ersten Sturmböen des Sturms "Sabine" das Gemeindegebiet Selfkant. Gegen 15:18 Uhr wurde die Löscheinheit Hillensberg-Süsterseel zum ersten Sturmeinsatz der Feuerwehr Selfkant zur K15 zwischen Süsterseel und Höngen wegen eines umgestürzten Baumes auf der Fahrbahn gerufen, worauf die Straße durch den Bauhof der Gemeinde Selfkant vollgesperrt wurde. Während des laufenden Einsatzes wurde die Fernmeldezentrale der Feuerwehr Selfkant alarmiert, um sich im Gerätehaus der Löscheinheit Millen-Tüddern einzufinden und die möglichen Folgeeinsätze zu koordinieren. Daraufhin wurde eine Grundschutzeinheit zusammen mit dem Einsatzleitwagen und dem E-Dienst (Einsatzleiter) aufgestellt, um mögliche Brand- und technische Hilfeleistungseinsätze abzuarbeiten, wo unter anderem Menschenleben in Gefahr sein könnte. Dies wird gemacht damit eine nicht dem Sturmeinsatz zugeteilte Einheit (Grundschutzeinheit) in Notlagen direkt tätig werden kann.

Die Löscheinheiten Millen-Tüddern, Schalbruch-Havert und Hillensberg-Süsterseel waren den Abend über unterwegs und arbeiteten die Einsätze ab.

Gegen 17:00 Uhr wurde die Feuerwehr Selfkant zu einem technischen Hilfeleistungseinsatz zum Messweg nach Tüddern gerufen, wo ein Baum auf eine Stromleitung und einen Pkw gefallen war. Dort wurde der Einsatz mithilfe des Energieversorgers NEW abgearbeitet.

Weiterhin wurde die Feuerwehr zur Straße "Am Südhang" nach Schalbruch gerufen, wo lose Dachziegel drohten herunterzufallen.

In Heilder auf der Selfkantstraße wurden umgefallene Absperrbarken entfernt, da diese ein erhöhtes Gefahrenpotenzial darstellten.

Zwischen 18:30 Uhr und 20:30 Uhr wurden Einsatzkräfte zur K1 zwischen Süsterseel und Tüddern alarmiert, da dort Bäume umgefallen waren und Astwerke auf die Fahrbahn herabzustürzen drohten. Daraufhin wurde neben der K15 auch die K1 durch eine Volllsperrung abgesichert, da aufgrund des starken Sturms ein Entfernen der Bäume nicht möglich war.

Während dessen wurden auch Feuerwehrkräfte zu einem First Responder-Einsatz nach Tüddern gerufen, um vor Eintreffen der Rettungskräfte eine medizinische Notfallversorgung durchzuführen.

Ab 20 Uhr wurde auf der Jubiläumsstraße in Tüddern ein Baum von der Fahrbahn entfernt und auf der B56n wurde ein herumfliegendes Umleitungsschild sichergestellt.

Aufgrund der nachlassenden Sturmböen wurden ab 22:30 Uhr die meisten Einsatzkräfte in den Feierabend entlassen. Es wurde nur noch ein Hilfeleistungslöschfahrzeug mit Besatzung, der ELW und der E-Dienst zur Sicherstellung des Grundschutzes vorgehalten. Des Weiteren blieb die Fernmeldezentrale bis 00:11 Uhr (Montag) besetzt.

Die Gesamtstärke der Feuerwehr Selfkant betrug 60 Einsatzkräfte, die während des Sturms aktiv waren.

Am Montag Morgen begann der Bauhof der Gemeinde Selfkant zusammen mit dem Kreisbauhof des Kreises Heinsberg die herabgestürzten und herabhängenden Bäume und Äste von den gesperrten Kreisstraßen zu entfernen, wodurch die Straßen gegen Mittag wieder für den Straßenverkehr freigegeben werden konnten.

FM, FFW Selfkant

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