Am Pfingstmontag, dem 20.05.2024, findet der diesjährige Deutsche Mühlentag statt. Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre gehört der Besuch der Mühlen zum festen Bestandteil im Terminkalender einer interessierten Öffentlichkeit. Die zahlreich geöffneten Mühlen ermöglichen unzähligen Menschen, ob jung oder alt, interessante Einblicke in das Mühlenleben. Für viele ältere Leute bedeutet der Mühlentag eine Reise in die Vergangenheit, weil manche Erinnerungen „an früher“ zum Leben erweckt werden. Kinder und Jugendliche haben die einmalige Gelegenheit, aus der heutigen Hochtechnologiewelt heraus die einfachen, aber wirkungsvollen Mühlentechniken kennen zu lernen.
Wenn am Pfingstmontag von der Nord- und Ostsee bis hin zu den Alpen die Wind- und Wassermühlen ihre Tore öffnen, dann verbindet sich damit eine Spurensuche, die eine über 1000-jährige Technik- und Kulturgeschichte umfasst. Wasser- und Windmühlen stellen ein unablässiges Spiegelbild menschlichen Erfindungsgeistes von der Antike bis in die Neuzeit dar. Kaum eine andere Technologie hat über einen so langen Zeitraum in so vielfältiger Ausprägung die Geschichte der Menschheit beeinflusst und gestaltet. Gelang es doch dem Menschen, die Naturkräfte des Wassers und später des Windes für sich nutzbar zu machen und dadurch menschliche und tierische Arbeitskraft zu ersetzen. Es waren die ersten von Menschen erdachten Energiemaschinen, die das Gesellschaftsleben weiter Teile Europas veränderten. Weit mehr noch als die spätere Erfindung der Dampfmaschine.

Jede Mühle hat ihre besondere Geschichte. Nie geht es dabei allein um Technikgeschichte, sondern stets auch um kultur- und sozialgeschichtliche Belange. Das macht auch heute noch die Faszination der historischen Müllerei aus.

Die Erhaltung von Wind- und Wassermühlen als historische Bauzeugen dieser technischen und wirtschaftlichen Entwicklung über viele Jahrhunderte findet in der Öffentlichkeit ein immer größer werdendes Interesse. Die seit Jahren ständig steigende Zahl der am Deutschen Mühlentag teilnehmenden Mühlen ist dafür ein sicherer Beweis. Innerhalb von rd. 10 Jahren hat sich die Zahl von 400 teilnehmenden Mühlen auf nunmehr ca. 1200 verdreifacht.

Unter der Federführung des Vereins Historische Mühlen im Selfkant e.V. beteiligen sich in diesem Jahr wieder alle 4 Windmühlen in der Selfkantregion am Deutschen Mühlentag. Damit stellt die Selfkantregion das größte Potential im Rheinland.
Die Windmühlen in Breberen, Waldfeucht, Haaren und Kirchhoven-Lümbach sind in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Es werden am Mühlentag wieder einige Neuigkeiten in den Mühlen zu bestaunen sein. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten im Rahmen des Landesprogramms Heimat-Zeugnis präsentieren sich alle 4 Mühlen in einem voll funktionsfähigen Zustand.

Die Windmühle Breberen bildet auch diesmal wieder die Kulisse für einen ökumenischen Gottesdienst, der hier am Nachmittag stattfindet.

Wer alle 4 Mühlen mit dem Fahrrad erkunden will, sollte auf der Selfkant-Mühlenstraße der Beschilderung mit dem Logo des Vereins Historische Mühlen im Selfkant e.V. folgen. Ein Flyer, der an allen Mühlen ausgegeben wird, erläutert die Fahrradroute. Der Flyer kann auch aus dem Internet von der Webseite des Vereins (siehe unten) heruntergeladen werden.

An folgenden Windmühlen findet eine Bewirtung der Gäste statt:
Windmühle Haaren – Hier hat die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Waldfeucht eine Cafeteria eingerichtet. Besondere Attraktion ist diesmal der mobile Backofen, der vom Haarener Mühlenteam eigens für den Mühlentag angemietet wurde. Angeboten werden direkt aus dem Holzofen Dinkelbrot, Oafde-Flaa (Dörrobstfladen) und Pizza.
Windmühle Waldfeucht – Hier kann man Kaffee mit frisch gebackenen Waffeln, Bockwurst und Erfrischungsgetränke genießen.
Windmühle Kirchhoven-Lümbach – Auf der Terrasse der „Villa Clarissa“ kann man sich mit gekühlten Getränken erfrischen oder bei Kaffee und Kuchen entspannen.
Windmühle Breberen – hier muss man in diesem Jahr auf das umfangreiche gastronomische Angebot verzichten, da das Café aan de Müehle wegen umfangreicher Bauarbeiten noch immer geschlossen ist.

Die „Freiwilligen Müller“ haben sich im vergangenen Jahr um 7 weitere „Frischlinge“ verstärkt und werden an den 4 Windmühlen ihre bisher erworbenen Kenntnisse demonstrieren.

An allen Mühlen, die kostenlos besichtigt werden können, finden Führungen durch die Mühlenbetreiber und die „Freiwilligen Müller“ statt.

An Informationsständen informiert der Verein Historische Mühlen im Selfkant über die Arbeit und die Ziele des Vereins.

Nähere Auskünfte im Internet unter www.muehlenverein-selfkant.de