19.01.2022

Süsterseeler Hilfsgüter in Rumänien verteilt


Der Hilfsgütertransport des Süsterseeler Missionskreises ist sicher im nordostrumänischen Piatra Neamt angekommen. Die ersten Hilfsgüter sind bereits durch die beiden Kooperationspartner vor Ort, Ordensschwestern der Congregatio Missionariorum Servorum Pauperum (Dienerinnen der Armen) und das lokale Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR), verteilt worden.
Darunter befinden sich rund 500 Weihnachtspäckchen, die alljährlich im Selfkant und Umgebung von Kindergärten, Schulen und Privatpersonen gepackt werden, um in Piatra Neamt und Bukarest an bedürftige Kinder verteilt zu werden. Die Schuhkartons enthalten zum Beispiel Schulhefte, Zeichenblöcke, Malstifte, wollene Handschuhe, Schals und Socken, Zahncreme, Zahnbürsten, Seife, diverses Spielzeug wie kleine Pläschtiere und manchmal ein von Kindern selbstgemaltes Bild .
Dies war der zweite Hilfsgütertransport in diesem Jahr, den der Missionskreis Osteuropa der Katholischen Kirchengemeinde St. Hubertus Süsterseel auf den Weg gebracht hat.
Die Vorsitzende des Missionskreises Leni Beyers: „Der Missionskreis dankt allen Spendern und Helfern dafür, dass auch im Jahr 2 der Corona-Pandemie zwei Lastzüge mit jeweils rund 100 Kubikmetern Ladung nach Rumänien geschickt werden konnten. Und wir wünschen allen ein gesegnetes Weihnachten und ein unbeschwertes Neues Jahr.“
Seit 1998 unterstützt der von Leni Beyers gegründete Missionskreis in Piatra Neamt verschiedene Hilfsprojekte finanziell und materiell - hauptsächlich durch gespendete Güter, die mit gecharterten Lastzügen transportiert werden.
Ein Transport kostet nach derzeitigem Stand etwa 3000 Euro, die durch Spenden aufgebracht werden müssen.

Die Güter werden im Lager des Missionskreis, dem ehemaligen Feuerwehrhaus in Süsterseel, sortiert und verpackt. Die Warenpalette umfasst nahezu alle Güter des täglichen Bedarfs: Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Drogerie- und Desinfektionsartikel, (aus aktuellem Anlass dringend benötigte) Mund-Nasen-Masken, Sanitätsmaterial wie Verbandszeug, Rollstühle, Krankenbetten, Rollatoren oder Krüken, Kochgeschirr, Haushaltsgeräte, Lernmaterial für Kinder, Spielzeug, aber auch Werkzeug, Gartengeräte und Nähmaschinen.

Die Schwestern betreiben in Piatra Neamt den Kindergarten „Vincenzina Cusmano“, eine Nähschule und eine Armenküche. Sie engagieren sich zudem in der Mutter-Kind-Betreuung. Ferner finanzieren sie - mit Unterstützung des Missionskreises - lebensnotwendige Operationen ihrer „Schützlinge“,
In der Nähschule erhalten junge Frauen eine Ausbildung zur Näherin. Nach Abschluss erhalten sie kostenlos eine Nähmaschine und können so zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen.Über die Nonnen wird auch ein katholischer Männerorden unterstützt, der in der Obdachlosenhilfe und in der Jugendausbildung aktiv ist.

Das lokale DFDR kooperiert vor allem mit der rumänisch-orthodoxen Kirche, die Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser und Ausbildungsstätten einschließlich einer Nähstube und einer Bäckerei unterhält sowie notleidende und einsame Menschen betreut.


Kontakt: Leni Beyers, Pfarrer-Kreins-Str. 3, Süsterseel, Tel.: 02456/1448