Bekämpfung der asiatischen Hornisse kann nicht allein durch ehrenamtliches Engagement gestemmt werden

Bekämpfung der asiatischen Hornisse kann nicht allein durch ehrenamtliches Engagement gestemmt werden

Uwe Huchel | | 2 Min. Lesezeit

Pressemitteilung der Landtagsabgeordneten Andrea Reh

„Die Eindämmung der Ausbreitung der asiatischen Hornisse kann nicht allein auf den Schultern der Bürgerinnen und Bürger abgeladen werden“, erklärt die Landtagsabgeordnete Andrea Reh. „Hier sollten die heimischen Imkerinnen und Imker auch durch Maßnahmen der Landesregierung ausreichend unterstützt werden.“

Die SPD-Landtagsfraktion habe im Februar im Fachausschuss nachgefragt, ob mit der geplanten Erstellung eines Masterplans für 150.000 Euro durch die Landesregierung konkrete Maßnahmen verbunden seien. Es habe den Anschein, als ob wieder nur Untersuchungen angestellt und abgewartet werden sollten, ob die Biodiversität wirklich auf dem Spiel stehe. Informationsveranstaltungen würden bereits als Fortschritt bezeichnet.

„Ist das vom Land bereitgestellte Geld dafür wirklich richtig eingesetzt?“, fragt die Landtagsabgeordnete. „Jetzt geht es doch darum, möglichst rasch die Nester zu entfernen. Dafür wird Ausrüstung benötigt und schlicht und einfach Geld, um mit einem Hubsteiger irgendwo hinzufahren und ein Nest in hoher Höhe zu entfernen. Die Landesregierung sollte Geld für die eigentliche Bekämpfung bereitstellen, statt sich mit Masterplänen, Studien, runden Tischen, Infoveranstaltungen, Vereinbarungen oder Selbstverpflichtungserklärungen zu beschäftigen.“

Zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt am 22. April 2026 wird die SPD-Fraktion daher einen schriftlichen Bericht der Landesregierung beantragen, wie sie mit der Ausbreitung der Asiatischen Hornisse endlich Schritt halten möchte. „Wir haken nach, welche Zahlen zur Ausbreitung der Asiatischen Hornisse in NRW und der weiteren Entwicklung vorliegen, welche Sofort-Maßnahmen die Landesregierung plant, um der aktuellen Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu begegnen und wie weit die Landesregierung nun mit dem Masterplan ist, für den Mittel im Haushalt 2026 beschlossen wurden“, so Reh.

„Auch sind andere Landkreise wie der Kreis Kleve oder Kreis Wesel inzwischen bereits selbst aktiv geworden und haben Mittel für Imkerkinnen und Imker bereitgestellt“, so Reh. „Der Landkreis Heinsberg sollte prüfen, ob auch den hier vor Ort bereits aktiven ehrenamtlichen Vereinen Mittel zur Verfügung gestellt werden könnten.“