Erster Kiebitznachwuchs gesichtet - unser Einsatz zahlt sich aus
Erster Kiebitznachwuchs gesichtet - unser Einsatz zahlt sich aus
Während derzeit täglich neue Gelege des Kiebitzes entdeckt und ggf. markiert werden, konnte am Freitag schon der erste junge Kiebitz des Jahrganges 2026 entdeckt werden.
Das Miteinander von Naturschützern und Landwirten hat Erfolg.
„ Eine Zerstörung von Kiebitzgelegen im Grünland durch Frühjahrsarbeiten wie Walzen, Schleppen und Düngen kann leicht durch das Umfahren verhindert werden. Dafür werden die Gelege mit zwei etwa einen Meter langen Stäben (aus Bambus oder Elefantengras) jeweils mindestens drei Meter vor und hinter dem Nest in Bearbeitungsrichtung der landwirtschaftlichen Maschinen markiert.“

Inzwischen legen Landwirte sebst Hand an und markieren Gelege, wenn sie diese bei ihren Feldarbeiten entdecken.
Weiter hilft auch eine spätere Aussat von z.B. Mais. Wird diese etwas verschoben, ist die erste Brut des Kiebitzes flügge.
Ganz besonders haben sich Kiebitzinseln im Selfkant bewährt. „Als „Kiebitzinsel“ bezeichnet man eine größere Fläche innerhalb eines Ackers, die für eine Saison nicht mit der Feldfrucht des übrigen Ackers bestellt wird. Wichtig ist, dass Kiebitzinseln dort angelegt werden, wo Kiebitze vorkommen (bekannte Brutflächen) oder vorkommen können.“
Diese Flächen sind ein "Kiebitzparadies", Gefährung besteht hier nur durch die natürlichen Prädatoren.

In diesem Zusammenhang ein Aufruf an Hundehalter. Bitte sichern sie, dass ihre Vierbeiner das Brutgeschehen nicht stören.
https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/200407-nabu-kiebitzschutz-handbuch.pdf
https://selfkant-online.de/artikel/gemeinsam-fuer-den-kiebitz