Interreligiöses Fastenbrechen bringt Menschen in Havert zusammen

Interreligiöses Fastenbrechen bringt Menschen in Havert zusammen

Uwe Huchel | | 2 Min. Lesezeit

Selfkant / Havert. Ein Abend des Dialogs, der Spiritualität und der Begegnung: Der Verein Vielfalt in Aachen e.V. lud am Samstag zu einem interreligiösen Fastenbrechen in das Vereinsgebäude des Schützenverein Selfkant Havert ein. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung und erlebten ein vielseitiges Programm rund um die Bedeutung des Fastens in verschiedenen Religionen.

Unter den Anwesenden befanden sich auch Bürgermeister Gerard Küsters sowie der ehemalige Bürgermeister Norbert Reyans. Beide würdigten die Veranstaltung als wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Musikalisch wurde der Abend von dem Ney Musiker Şaban Şakar begleitet. Auf der Ney, einem traditionellen Blasinstrument aus Schilfrohr aus der Welt der Sufimusik, spielte er mehrere eindrucksvolle Stücke. Die ruhigen und meditativen Klänge verliehen der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre und luden die Zuhörer zum Innehalten ein.

Neben der Musik standen auch inhaltliche Impulse im Mittelpunkt. Norbert Reyans sprach über die Tradition und Bedeutung des Fastens im Christentum. Studienrat Ahmed Nebi Yücel erläuterte anschließend die tiefe spirituelle Bedeutung des Fastens im Islam, insbesondere während des Ramadan. Beide Vorträge machten deutlich, dass das Fasten in den Buchreligionen weit mehr ist als der Verzicht auf Nahrung. Es steht für Besinnung, Selbstreflexion und Solidarität mit Bedürftigen.

Bürgermeister Gerard Küsters betonte in seinem Grußwort die Bedeutung solcher Begegnungen. Veranstaltungen dieser Art stärkten das gegenseitige Verständnis und den respektvollen Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen. Gleichzeitig äußerte er den Wunsch, das interreligiöse Fastenbrechen künftig jedes Jahr als feste Tradition zu etablieren.

Nach Sonnenuntergang wurde schließlich gemeinsam das Fasten gebrochen. Bei vielfältigen und liebevoll zubereiteten Speisen kamen die Gäste miteinander ins Gespräch. In entspannter Atmosphäre wurde über Glauben, Traditionen und das Leben gesprochen. Die Begegnung zeigte eindrucksvoll, wie Dialog und gemeinsames Erleben Brücken zwischen Religionen und Kulturen bauen können.

Am Ende waren sich die Teilnehmer einig: Das interreligiöse Fastenbrechen war ein gelungener und tiefgründiger Abend, der den interkulturellen Austausch im Selfkant bereichert hat.

KY