Was passiert am Safari See?

Was passiert am Safari See?

Uwe Huchel | | 2 Min. Lesezeit

Nach der Auskiesung des ehemaligen Safarisees sollte dort ein schönes Naturgebiet entstehen. Doch aus den geplanten Maßnahmen wurde nichts. Auf der Sitzung des Gemeinderates vom 18.11.22 wurde der Sachverhalt aufgeklärt.

„Die Anfrage unserer SPD-Fraktion an den Bürgermeister was aus dem ursprünglichen Plan nach der Auskiesung des Safari-Sees geworden ist, wurde in Tagesordnungspunkt 12 durch unseren Kämmerer Stefan Wever wie folgt beantwortet:
Laut Genehmigung für die Auskiesung durch den Kreis Heinsberg wurden die landschaftspflegerischen Aufgaben und die Schaffung von Ausgleichsflächen durch die Gemeinde Selfkant voll erfüllt. Die Anlegung des Naturlehrpfades und des vorgelagerten Feuchtbiotops war nur ein Vorschlag. Der Rest des Geldes ist an der Errichtung des Zaunes entlang der Kreisstraße ausgegeben worden, welcher auch vorher nicht geplant war. Es gibt keine Rückstellungen mehr von der Auskiesung im Haushalt der Gemeinde.“ /1/

Die verstärkte Nutzung des Sees für einen Badespass sorgte für Ärger. Aufgrund der Gefahr durch besonders kräftige Grundwasserströme ist das Schwimmen und Baden im See absolut verboten. /2/

Aber es ging nicht nur um das Baden, das Gebiet vermüllte. Mit dem Grillen und Feuer machen ging eine erhöhte Waldbrandgefahr einher. Mitarbeiter des Ordnungsamtes die aktiv wurden, wurden bedroht und trauen sich nicht mehr allein vor Ort. Da die Lage immer mehr eskalierte, war ein gemeinsamer Polizeieinsatz von niederländischer und deutscher Polizei geplant. Doch es blieb bei der Planung. Speziell Bürger aus Tüddern bekundeten ihren Unmut an der Situation am See, wie z.B. Reaktionen auf einen Artikel von Selfkant online aus dem Sommer 2025 zeigten.

Jetzt wurden erste Fakten geschaffen. Am Stand wurden massive Stämme und Wurzeln positioniert, um einen Aufenthalt möglichst unattraktiv zu machen. Jetzt sieht es dort noch sehr unfreundlich aus, doch das soll sich durch weitere Maßnahmen ändern. Insbesondere wenn sich die Natur dort wieder „erholt“ hat, könnte die Gegend doch noch zu dem ursprünglich angedachten Naturparadies werden.

Sicher ist es schade, dass man zu solchen brachialen Maßnahmen greifen musste, doch oftmals reichen Worte nicht aus und es müssen Taten folgen.

/1/ https://www.spd-selfkant.de/2022/10/21/sitzung-des-gemeinderates-am-18-november-2021/

/2/ https://selfkant.de/blog/regelungen-safari-see/