Anmerkung zum Silvesterfeuerwerk und zu den Feststellungen von Mareike Honings und Christian Jeschek
Anmerkung zum Silvesterfeuerwerk und zu den Feststellungen von Mareike Honings und Christian Jeschek
Ich danke Marei Honings und Christian Jeschek für die Veröffentlichung in Selfkant-Online und sehe die bereits umfangreich geschilderte und diskutierte Problematik des diesjährigen Feuerwerks auch als besorgniserregend und problematisch an, halte ein generelles Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk aber auch wie Uwe Huchel von Selfkant-Online für nicht angebracht.
Was jedoch offensichtlich viele Selfkänter stört und generell überdacht werden sollte, ist die Tatsache, dass z.B. in der Westzipfelhalle ein Gewerbetreibender in einer „Versammlungsstätte“ für Vereine in großem Stile Feuerwerkskörper verkaufte und dieses als „Versammlungsstätte“ genehmigte Gebäude und Gelände somit zu einer „Verkaufsstätte“ wird.
Ob hier eine baurechtliche Nutzungsänderung durch die zuständigen Genehmigungsbehörde vorgelegen hat und auch ein ggfls. notwendiges neues Brandschutzgutachten erstellt wurde, kann ich nicht sagen. Der Verkauf und das Verkehrsaufkommen an den drei Verkaufstagen vor Silvester war jedoch im Gewerbegebiet „In der Fummer“ absolut chaotisch und verkehrsgefährdend. Das lag natürlich auch am Verkauf von Feuerwerk in anderen umliegenden Supermärkten. Eine Anfahrt für Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge im Einsatzfall wäre problematisch gewesen.
Offensichtlich haben Verantwortliche die früher aus nachvollziehbaren Umweltschutzgründen gegen die Errichtung eines Freizeit -und Seniorenzentrum TEUDERION in der ehemaligen Löwensafari demonstriert haben nun festgestellt, dass ein Gewerbetreibender der die Grenznähe zu den Niederlanden und ein bestehendes Verkaufsverbot in den Niederlanden für den Verkauf von Silvesterfeuerwerk nutzt, bei der Verpachtung der Westzipfelhalle an drei Tagen enorm viel Geld bringen kann. Da rückt der frühere Umweltschutzgedanke beim Projekt „Teuderion“ dann offensichtlich auch ganz schnell in den Hintergrund.
Da die Gemeinde Selfkant immer noch Eigentümer der Westzipfelhalle ist, wäre es sicherlich interessant zu erfahren, ob entsprechende Genehmigungen für die kurzzeitige Umwandlung in eine Verkaufsfläche bei der Westzipfelhalle vorgelegen haben.
In Süsterseel wurde durch einen Gewerbetreibenden in den sozialen Netzwerken auf den großen Feuerwerksverkauf am 28.12.2024 ab „5:00 Uhr“ geworben. Auch wenn das Ladenöffnungsgesetz besagt, dass Verkaufsstellen in NRW an Werktagen (auch am Samstag) von 0 bis 24 Uhr geöffnet sein dürfen, sollte man hier einmal an die Bewohner in unmittelbarer Nähe denken, die in ihrer Nachtruhe, die von 22:00 – 6:00 Uhr gilt, sicherlich erheblich gestört wurden.
Bunte Feuerräder, zischende Raketen und krachende Böller: Feuerwerk gehört für viele Menschen zu Silvester und anderen Festen dazu – doch mehr und mehr sollte uns bewusst sein, dass mit dieser Tradition, wenn sie, wie in der letzten Silvesternacht mit zahlreichen negativen Auswirkungen verbunden sind – massiv in Tierwelt, Umwelt und Gesundheit eingegriffen wird.
Feuerwerk bringt vor allem zu Silvester jedes Jahr starke Feinstaubbelastungen und eine Umweltbelastung durch enorme Müllmengen mit sich, zudem hat es schädliche Auswirkungen auf Haus- und Wildtiere. Bei Tieren löst die ungewohnte nächtliche Silvesterknallerei Panik aus. Der NABU fordert darum seit Jahren ein Verbot privater Silvesterknallerei und eine Beschränkung auf zentral organisierte Feuerwerke, vorzugsweise als Lichtshow. Mit dieser Forderung wandte sich der NABU-Bundesverband bereits Ende November 2022 an die Öffentlichkeit.
Hinzu kommen immer wieder Übergriffe zu Silvester unter dem Einsatz von Feuerwerkskörpern. Unbekannte bewarfen jetzt in mehreren Kölner Stadtteilen Ordnungskräfte mit Böllern. Drei Beamte werden verletzt, davon einer schwer. In Gelsenkirchen wurden Feuerwehrleute angegriffen, die gerade einen Mülltonnenbrand löschen. In Erkrath bei Düsseldorf bauten etwa 150 Jugendliche Barrikaden, legten Feuer und schossen Raketen auf Feuerwehrleute. Polizisten setzten Schutzschilde ein, um Löscharbeiten überhaupt zu ermöglichen. In Bonn attackierten Jugendliche offenbar absichtlich einen Obdachlosen mit Pyrotechnik. Mehrere Bundespolizisten und Passanten wurden in der Silvesternacht am Mönchengladbacher Hauptbahnhof mit Feuerwerkskörpern beschossen.
Wollen wir das alles auch an Silvester 2025?
Wolfgang Robertz, Höngen
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