Biber mit Glück im Unglück

Biber mit Glück im Unglück

Uwe Huchel | | 2 Min. Lesezeit

Für einen Biber in Havert verlief ein Unfall bei einer Baumfällung einigermaßen glimpflich ab. Was war passiert? Der Biber versuchte einen ca. 25 cm dicken Baum, der in Bodenhöhe schon durchgefault war, zu fällen. In 50 cm Höhe war der Stamm schon fast rundum tief angenagt worden. Der Baum fiel aber nicht, weil er in ca. 10 m Höhe in der Krone des Nachbarbaumes fest hing. Vermutlich rutschte während der Nagearbeit das untere Ende des Baumes urplötzlich seitwärts auf seine breite Kelle – so nennt man den markanten, breiten Schwanz eines Bibers. Sein Schwanz war zwischen Boden und unterem Baumende so eingeklemmt, dass er sich allein schon durch das Gewicht des Stammes nicht selbst befreien konnte.
Gück für ihn, dass Naturfreund Josef Merkelbach aus Havert, der dort die Biber schon seit mehr als 2 Jahren regelmäßig beobachtet, sofort die missliche Lage des streng geschützten Tieres erkannt hatte. Allein konnte er den Biber aber nicht befreien und telefonierte sofort Hilfe herbei. Ein Anheben des Stammes mit 2 Helfern war nicht möglich, er war zu schwer. An der Nagestelle wurde nun eine Bügelsäge angesetzt und mit vereinten Kräften gelang es, den Baum endgültig zu fällen und dadurch das Gewicht vom eingeklemmten Schwanz zu nehmen. Der Biber war frei und konnte sofort in den benachbarten Teich abtauchen.
Den „Betriebsunfall“ hatte er augenscheinlich ohne äußere Verletzung überstanden, obwohl der Druckschmerz auf seine Kelle, die für ihn ja ein wichtiges Multifunktionsorgan ist, bestimmt enorm war. Während der Rettungsaktion blieb er sehr gelassen und ruhig. Hatte der Biber begriffen, dass er bei seinem Unglück das Glück hatte, auf hilfsbereite Menschen getroffen zu sein?
Ein wahres Wintermärchen!

(Text und Bilder: P. Hamacher)

Auf den ersten Blick wundert man sich nur, warum der verunglückte Biber so ruhig neben dem Baum sitzen bleibt. (Foto P. Hamacher)

Dieses Bild zeigt die missliche Lage. Die Biberkelle wird durch den Baumstamm eingeklemmt. Ein Entkommen scheint unmöglich zu sein. (Foto P. Hamacher)

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