Datenschwund beim Thema Windkraft?

Uwe Huchel | | 2 Min. Lesezeit

Noch vor dem Beginn der aktuellen Offenlegung des Teilplan Erneuerbare Energien für den Regierungsbezirk Köln, hat das Aktionsbündnis WKA Selfkant, Kontakt mit der zuständigen Instanz für die Umweltverträglichkeitsprüfung aufgenommen. Am 10.01.2025 wurden wichtige Dokumente bezüglich des Kiebitz Bruthabitat im Havert Steiner Feld an die Fa. Bosch & Partner, welche für die Umweltverträglichkeits-prüfung zuständig ist, und an die Bezirksregierung Köln, geschickt.

Auf Nachfrage wurde nun von diesen Stellen mitgeteilt, dass man vorher über diese detaillierten Ausführungen bezüglich des Kiebitzes keinerlei Kenntnis hatte und sie deshalb in der Bewertung der einzelnen Flächen bisher nicht berücksichtigt wurden.

Die 1. NABU Stellungnahme wurde im Jan. 2024 abgegeben, noch relativ kurz. Die zweite, schon sehr ausführlich, Mitte April.  Am 12.5.2024 wieder eine Stellungnahme an die Gemeinde Selfkant. Mitte September 2024 fand ein Gespräch mit Gemeinde-verwaltung, Aktionsbündnis und NABU statt. Eine aktualisierte 4. Stellungnahme wurde auf seine persönliche Bitte hin, direkt an Bürgermeister Reyans gesendet, der sie an die zuständigen Stellen weiterleiten wollte. In diesem Dokument wurde auch auf die Einmaligkeit des Bruthabitats hingewiesen. Auch allen Fraktionsvorsitzenden wurde im September die Stellungnahme des NABU zugemailt. Der Nabu Landesverband wurde ebenfalls informiert.

Eine 6.Stellungnahme wurde im Rahmen der Offenlegung im Februar 2025 an die Fa. Bosch & Partner, an die Bezirksregierung und an die Abgeordneten des Regionalrates geschickt.

Wozu Bürgerbeteiligung und Offenlegung, wenn am Ende nichts mit den Argumenten der Bürgerinnen und Bürger gemacht wird? Hier ist auch die Gemeindeverwaltung in der Pflicht, da die detaillierte Stellungnahme des Nabu in deren Dokumenten an die Bezirksregierung nicht berücksichtigt wurde.

Die Frage, warum diese Unterlagen nicht schon viel früher, von Seiten unserer Verwaltung eingereicht, in Köln vorlagen, bleibt vorerst unbeantwortet.

Fakt ist jedenfalls, gäbe es nicht eine Gruppe interessierter Bürgerinnen und Bürger, die sich mit dem Thema auseinandersetzt und die den direkten Weg zur Bezirksregierung Köln und der zuständigen Stelle für die Umweltverträglichkeits-
prüfung gesucht hat, wäre das Thema, überregional bedeutendes Kiebitz Habitat im Selfkant, in Köln nicht bekannt geworden.

Uwe Huchel

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