Hilfe für die Armen in Rumänien

Hilfe für die Armen in Rumänien

Uwe Huchel | | 2 Min. Lesezeit

Süsterseeler Missionskreis besteht seit 25 Jahren. Gefeiert wird am 5. August. Nonnen aus Piatra Neamt zu Gast

Selfkant. Der Missionskreis Osteuropa der Katholischen Kirchengemeinde St. Hubertus in Süsterseel feiert am Samstag, 5. August, von 11 bis 14 Uhr an seinem Zentrallager, dem alten Süsterseeler Feuerwehrhaus, Am Fichtenhain 2, sein 25jähriges Bestehen mit einem Empfang für die interessierte Öffentlichkeit. Zu Gast sind auch drei Nonnen aus dem nordostrumänischn Piatra Neamt, dem einstigen Kreuzburg an der Bistritz. Die Ordensschwestern der italienischen Congregatio Missionariorum Servorum Pauperum (Dienerinnen der Armen) sind neben dem lokalen Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) in Piatra Neamt die Hauptkooperationspartner des Missionskreises. Zudem werden Kapuziner-Patres unterstützt, die seit März 2022 ukrainische Kriegsflüchtlinge an der rumänischen Grenze betreuen. Außerdem vermittelt der Missionskreis Patenschaften für Kinder, die dann von den Nonnen umsorgt werden.
Die Schwestern betreiben in Piatra Neamt den Kindergarten „Vincenzina Cusmano“, eine Nähschule und eine Armenküche. Sie engagieren sich zudem in der Mutter-Kind-Betreuung. Ferner finanzieren sie - mit Unterstützung des Missionskreises - lebensnotwendige Operationen ihrer „Schützlinge“. In der Nähschule werden junge Frauen zu Näherinnen ausgebildet. Nach Abschluss erhalten sie kostenlos eine Nähmaschine und können so zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen.Über die Nonnen wird auch ein katholischer Männerorden unterstützt, der in der Obdachlosenhilfe und in der Jugendausbildung aktiv ist.
Jedes Jahr schickt der Missionskreis auch rund 500 Weihnachtspäckchen, die im Selfkant und Umgebung von Kindergärten, Schulen und Privatpersonen gepackt werden, auf die Reise, um in Piatra Neamt und Bukarest an bedürftige Kinder verteilt zu werden. Die Schuhkartons enthalten zum Beispiel Schulhefte, Zeichenblöcke, Malstifte, wollene Handschuhe, Schals und Socken, Zahncreme, Zahnbürsten, Seife, diverses Spielzeug wie kleine Pläschtiere und manchmal ein von Kindern selbstgemaltes Bild.


Seit 1998 unterstützt der von Leni Beyers gegründete Missionskreis in Piatra Neamt Hilfsprojekte finanziell und materiell - hauptsächlich durch gespendete Güter, die mit gecharterten Lastzügen, die etwa 100 Kubikmeter Fassungsvermögen haben, transportiert werden. Ein Transport kostet nach derzeitigem Stand etwa 3000 Euro, die durch Spenden aufgebracht werden müssen.
Die Güter werden im Lager sortiert und verpackt. Die Warenpalette umfasst nahezu alle Güter des täglichen Bedarfs: Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Drogerie- und Desinfektionsartikel, Sanitätsmaterial wie Verbandszeug, Rollstühle, Krankenbetten, Rollatoren oder Krüken, Kochgeschirr, Haushaltsgeräte, Lernmaterial für Kinder, Spielzeug, aber auch Werkzeug, Gartengeräte und Nähmaschinen.
Das lokale DFDR kooperiert vor allem mit der rumänisch-orthodoxen Kirche, die Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser und Ausbildungsstätten einschließlich einer Nähstube und einer Bäckerei unterhält sowie notleidende und einsame Menschen betreut.

Kontakt: Leni Beyers, Pfarrer-Kreins-Str. 3, Süsterseel, Tel.: 02456/1448

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