Hospizbegleiter und -innen von Camino informierten sich in der Ausstellung „Musterwohnung Demenz“

Uwe Huchel | | 2 Min. Lesezeit

Im Rahmen ihres ehrenamtlichen Engagements begegnen Hospizbegleiter und -innen von Camino häufig Menschen, die neben vielfältigen anderen Krankheitsbildern auch an einer Demenz erkrankt sind. Demenz hat viele verschiedene Gesichter. Intensives Wissen, rund um dieses Krankheitsbild, erleichtert den Umgang mit so manchen alltäglichen Herausforderungen im Umgang mit Betroffenen.
„Wir legen großen Wert auf regelmäßige Schulungen unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter. Als wir erfuhren, dass die Ausstellung Musterwohnung Demenz im AOK Gebäude in Heinsberg gastiert, war recht schnell klar, das lassen wir uns nicht entgehen, da müssen wir hin.“ erklärt Franz-Josef Breukers, Vorsitzender des ambulanten Hospizvereins.
Im Hauptgebäude der AOK Heinsberg nahmen zehn Hospizbegleiter und -innen an einer professionellen Schulung, durch eine Mitarbeiterin der Servicestelle Demenz, teil. Während der fast 2stündigen Führung sammelten die Teilnehmerinnen vielfältige praktische Tipps, rund um die individuelle Anpassung des Wohnraums an das Krankheitsbild Demenz. Ob in Küche, Diele, Wohnzimmer oder Bad - durch einfache, kostengünstige und gut umsetzbare Maßnahmen können selbstständige Orientierung, Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden des Erkrankten verbessert werden. Ausgehängte Schranktüren, Kochplatte mit Zeitschaltuhr, Seniorentelefon mit einprogrammierten Telefonnummern und Bildern oder ein farbig aufgeklebter Rand auf dem Waschbecken im Badezimmer sind nur einige wenige Tipps, die ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung länger möglich machen können.
Die Dozentin der Servicestelle Demenz informierte weiterhin über motivierende Möglichkeiten zur selbstständigen und wertschätzenden Beschäftigung von Menschen mit Demenz und über Entlastungsmöglichkeiten für sorgende Angehörige.
„Ich gehe mit vielen neuen Eindrücken und Ideen nach Hause“ freute sich Roswitha v.d.H. nach der Schulung. „Wenn ich zukünftig einen Menschen mit Demenz begleite, werde ich die Gestaltung des persönlichen Wohnumfeldes mit ganz neuen Augen sehen. Vielleicht kann ich den einen oder anderen Tipp geben und dadurch ein leichteres, selbstbestimmteres und zufriedeneres Leben im letzten Lebensabschnitt unterstützen.“

Rosel Cleef-Stassen

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