Letzter Hilfstransport nach Piatra Neamt in Rumänien aufgebrochen

Letzter Hilfstransport nach Piatra Neamt in Rumänien aufgebrochen

Uwe Huchel | | 2 Min. Lesezeit

Am Samstag vor dem 1. Advent brach der letzte Hilfstransport des Missionskreises Osteuropa aus dem Selfkant auf. Leni Beyers und ihr engagiertes Team blicken dankbar auf 75 Transporte in den 2200 km entfernten Ort Piatra Neamt in Rumänien zurück.
1997 gründete Leni Beyers mit wenigen Helfern den Missionskreis Osteuropa. Seitdem wurden zahlreiche Hilfsgüter an die Schwestern des katholischen Ordens Vincenzina Cusmano und das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) gesendet, darunter Kleidung, Fahrräder, Krankenbetten, Gehhilfen und vieles mehr. „Vor Ort überzeugen wir uns immer wieder, dass unsere Hilfe gut angekommen ist, etwa unsere Betten, die in Krankenhäusern und Pflegeheimen der Stadt zu einer besseren Versorgung beitragen“, so Leni Beyers.
Zusätzlich unterstützt der Missionskreis mit seinen 80 Helfern Patenschaften für Kinder, ein Mutter-Kind-Projekt für Frauen, die häusliche Gewalt erfahren haben, sowie einen Kindergarten. Weitere Projekte umfassen eine Armenküche, eine Nähstube, in der Teilnehmende nach Ausbildung eine eigene Nähmaschine erhalten, und die Unterstützung der Kapuzinerbrüder, die seit 2022 ukrainische Kriegsflüchtlinge betreuen.
In diesem Jahr fand auch wieder die traditionelle Weihnachtspäckchenaktion statt, getragen von den Pfarrgemeinden im Selfkant in Zusammenarbeit mit dem Missionskreis Osteuropa. Viele Weihnachtspäckchen gingen auf die Reise und werden dort an Weihnachten von den Schwestern und den Freunden des Forums verteilt werden.
Im kommenden Jahr werden jedoch nur noch die Weihnachtspäckchen nach Rumänien transportiert, da die Kosten und Formalitäten für größere Transporte gestiegen sind. Stattdessen wird die Unterstützung vor allem finanziell erfolgen. Leni Beyers bittet daher darum, ab sofort keine Hilfsgüter mehr bei ihr abzugeben.
Leni Beyers betreibt zudem einen Flohmarkt im alten Feuerwehrhaus in Süsterseel, dessen Erlöse nach Rumänien fließen. Auch die Einnahmen aus dem Altpapiersammeln in Süsterseel und die Unterstützung von Spendern tragen zur Hilfe bei. „Jeder Euro kommt zu 100 % bei unseren Partnern in Rumänien an“, betont sie.
2025 plant Leni Beyers, die kürzlich ihren 86. Geburtstag feierte, wieder nach Piatra Neamt zu reisen, „am liebsten mit dem Zug, das ist gemütlich und schont die Umwelt“, sagt sie. Spenden für den Missionskreis Osteuropa können auf das Konto der Kirchengemeinde bei der Kreissparkasse Heinsberg unter dem Stichwort „Missionskreis“ “ IBAN: DE5831 2512200003401999 überwiesen werden.

JR

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