Selfkant Online hatte bereits mehrfach zum Thema Umweltstraftat informiert - ein Update

Selfkant Online hatte bereits mehrfach zum Thema Umweltstraftat informiert - ein Update

Uwe Huchel | | 2 Min. Lesezeit

Die Zustände an der offensichtlich verseuchten Deponie im Gewerbegebiet der Robert-Bosch-Straße in Tüddern haben sich nicht gebessert. Bodenanalysen oder Luftmessungen auf der Deponie oder in der Nähe wurden bislang nicht öffentlich gemacht und die stark verunsicherte Bevölkerung wurde nicht informiert.

Aktuell wurden die Baggerarbeiten im Zusammenhang mit dem angedeuteten Abdecken des kontaminierten Materials durch die vom Landrat Pusch (Kreis Heinsberg) beauftragte Firma Schlun aus Gangelt-Niederbusch gemäß Beobachtungen der Bürger eingestellt.
Zurzeit wird offensichtlich nur eine Drainage gebaggert um das Niederschlagswasser abzuleiten. Das Niederschlagswasser und Grundwasser dürfte auf jeden Fall bis dato kontaminiert sein und gelangt wie Fotos vom Freitag letzter Woche zeigen, in die Maisfelder ggü. der illegalen Ablagerung. Mit diesem kontaminierten Mais werden dann u. U. Tiere gefüttert bzw. kontaminiertes Regenwasser gelangte bei dem Starkregen der vergangenen Wochen ins Grundwasser oder auf nachbarschaftliche Grundstücke.  Die Firma, die nach Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft das kontaminierte Material illegal abgelagert hat, ist nach unbestätigten Angaben wohl auch zahlungsunfähig. Somit bleibt der Kreis Heinsberg oder die Gemeinde Selfkant nach derzeitigem Stand womöglich auf den Entsorgungskosten sitzen.

Die Selfkänter Bevölkerung fragt sich weiterhin, ob giftige Materialien, wie Schwermetalle (siehe nicht dementierter WDR Bericht), ausgetreten sind. Wenn Schwermetalle in die Umwelt gelangen kann dies zu chronischen Vergiftungen und gesundheitlichen Schäden führen.

Direkt rechts neben der Deponie wohnen nur einige Meter entfernt Personen, die in diesem Zusammenhang auch gesundheitlich gefährdet sein könnten. Luftuntersuchungen hat es nach unserem Kenntnisstand nicht gegeben. Jedenfalls wurden diesbezüglich keine Ergebnisse veröffentlicht.

Was die Bevölkerung des Selfkants ganz massiv stört, sind die schwammigen und unklaren Aussagen des Landrats Pusch und seiner Mitarbeiter  und die Tatsache, dass detaillierte Untersuchungsergebnisse des kontaminierten Materials aus bislang nicht nachvollziehbaren Gründen nicht veröffentlicht wurden.

Es gibt mehrere offene schriftliche Anfragen z.B. von Dr. Osman Djajadisastra, Erich Hacken, Alwin Schmitz und Heinz Walther an den Kreis Heinsberg. Eine geforderte und auch angedeutete Infoveranstaltung des Landrats hat es und wird es wohl nicht geben ?

Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelte bekanntlich wegen einer Umweltstraftat und hat das Gelände vor einigen Wochen aufgrund des Verdachts der illegalen Abfallentsorgung versiegelt. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts Aachen auf Abdeckung und Entwässerung des Materials wurde bislang nicht gänzlich umgesetzt.

Selfkant Online berichtet weiter.

UHu

Aehnliche Artikel

SC Selfkant zu Gast bei Fortuna Sittard

SC Selfkant zu Gast bei Fortuna Sittard

Durch die Kooperation mit dem niederländischen Erstligisten war der SC Selfkant mit der Jugendabteilung am 29.11.2025 zu Gast im Stadion von Fortuna Sittard – ein unvergessliches Erlebnis für unsere kleinen Nachwuchskicker! Nach einem gemütlichen Beisammensein und einem kleinen weihnachtlichen Saisonabschluss – mit Fritten und Snacks gestärkt – machte sich unsere Jugendabteilung anschließend auf den Weg zum Stadion. 🎄🍟⚽ Die Mädels und Jungs durften gemeinsam echte Stadionluft schnuppern, spa

Uwe Huchel
Nikolausfeier beim SC Selfkant – Ein voller Erfolg!

Nikolausfeier beim SC Selfkant – Ein voller Erfolg!

Im prall gefüllten Sportheim durften wir am vergangenen Dienstag über 80 strahlende Kinder begrüßen. Die Freude war groß, als endlich der Nikolaus zu Besuch kam! Eine unserer Jugendspielerinnen trug eine wunderschöne Nikolausgeschichte vor, die alle in ihren Bann zog. Gemeinsam wurden fröhliche Weihnachtslieder gesungen – ein Moment voller Gemeinschaft und Vorfreude. Zum Abschluss überraschte der Nikolaus jedes Kind mit einem Weckmann (Vielen Dank an die Bäckerei Stassen) und einem Getränk. E

Uwe Huchel
Hebammen kämpfen um ihre Existenz

Hebammen kämpfen um ihre Existenz

Es kommt ja nicht oft vor, dass man sich im direkten Blickkontakt direkt an den Bundeskanzler Deutschlands wenden kann. Julia Jansen und Kerstin Winkel aus der Region ist das in der ARD „Arena“ am Montag gelungen. Durch den neuen Hebammenhilfevertrag, der seit 1. November gilt, hätten viele freie Hebammen Einkommenseinbußen von bis zu 40 Prozent erlätuerte Kerstin Winkel. "Wir können unsere berufliche Tätigkeit damit nicht mehr aufrechterhalten", erklärte sie dem Kanzler. Und dann: "Wie können

Uwe Huchel